Aktion «Night of Light» – eine Branche macht sich sichtbar

Night of Light

Aktion «Night of Light» – eine Branche macht sich sichtbar

22. Juni 2020 von 22.00 Uhr bis 24.00 Uhr wird unsere Stadtkirche ROT beleuchtet.

In Aarburg wird ein Zeichen gesetzt aufgrund der Aarburger Unternehmen "Hannibal Events GmbH" & "Trend Fabrik GmbH", bekannt unter anderem durch die Original Streetfood Festival Tour, der SONIC Party oder des Oktoberfestes in Egerkingen.

Sie beleuchten am Montag 22. Juni 2020 die reformierte Kirche Aarburg in rot. Dies zwischen 22 Uhr und 24 Uhr innerhalb der national  koordinierten Aktion NightofLight. Damit soll auf die schwierige Situation der Veranstaltungsbranche aufmerksam gemacht werden, welche die Corona Massnahmen verursacht haben.

Was ist der Grund dafür? 

Zürich, 18. Juni 2020 – Die Veranstaltungsbranche war der erste Wirtschaftszweig, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein. Seit dem 16. März 2020 ist einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen. Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen, Business Events usw. – ein Zusammenkommen von Menschen war komplett verunmöglicht.

Die betroffenen Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche sowie Veranstaltungs-Locations in der ganzen Schweiz strahlen im Rahmen der «Night of Light» am Abend des 22. Juni 2020 von 22.00 Uhr bis 24.00 Uhr solidarisch ihre Gebäude oder stellvertretend ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit rotem Licht an, um auf die schwierige Situation in der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen.

Eine Branche zeigt Einigkeit über Ländergrenzen hinweg

Unsere Branche ist sehr komplex und vereint in sich viele unterschiedliche Fachbereiche und Spezialdisziplinen und hat deshalb keine zentrale in der Politik verankerte Lobby. Die Inspiration zur Aktion «Night of Light» kommt von unseren Branchenkollegen in Deutschland (https://night-of- light.de), denn die aktuelle Situation hat durchaus internationales, wenn nicht globales Ausmass.

Unterstützung der Branche ist immer noch dringend nötig

Seit dem Lockdown macht die Veranstaltungsbranche keinen Umsatz mehr. Anders als in den produzierenden Branchen können weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden, es kann auch nichts «auf Vorrat» produziert werden; die meisten Unternehmen in der Branche sind Dienstleister. Gemäss Kulturstatistik des Bundes waren in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2013 mehr als 275'000 Personen in rund 71'000 Betrieben beschäftigt. Das sind über 10,9 Prozent aller Betriebe und der Anteil Beschäftigter an der Gesamtwirtschaft von 5,5 Prozent ist vergleichbar mit dem Anteil der Finanz- oder der Tourismusbranche. Die Kultur- und Kreativwirtschaft generiert selbst einen Gesamtumsatz von rund 70 Milliarden Franken und erzielt damit eine enorme direkte und indirekte Wertschöpfung. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, kann der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden. Erste Analysen gehen von einem 80% – 100% Umsatzausfall für den Zeitraum von März bis mindestens August, aber eher Oktober aus. Daraus resultiert eine akute Insolvenzgefahr für die gesamte Branche. Es ist wichtig, auch die Öffentlichkeit auf die besonders hart getroffene Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen.